Sonntag, 20. Oktober 2013

Altenwerder! Endlich!

da stand er nun an, der lange wochenendlauf. erstaunlich unmotiviert heute und auch noch müde beine. gestern beim recoveryrun war mir schon klar, das der lange heute nicht episch wird, so ist das halt manchmal. machte mich mittags von altona altstadt auffen weg nach teufelsbrück, dann mit der fähre nach finkenwerder übergesetzt, ging alles ganz fluffich, besser als gedacht. hatte das erste mal überhaupt gummibärchen mit, cool zum laufen, kann ich empfehlen. 
und dann fiel sie mir endlich mal ein, die kirche altenwerder. wer schon mal in hamburg über die A7 eingefahren ist, wird sie kennen, auf der rechten seite kurz vor dem elbtunnel, surreal inmitten von containern und industriegebiet. das war natürlich nicht schon immer so, aber irgendwann (vor ca. 25 jahren vielleicht) fiel der ort altenwerder der hafenerweiterung zum opfer. wer auf die idee gekommen ist, einen hochseehafen im binnenland zu bauen möge sich bei gelegenheit mal anschauen, was er in hamburg alles angerichtet hat.
naja, wie dem auch sei, die kirche also, hab schon oft dran gedacht, da endlich mal hinzulaufen:




Altenwerder

dann weiter durchs kuschelige moorburg, kurz dahinter dann das neue, etwas weniger kuschelige kohlekraftwerk von vattenfall:

vattenfalls finest

noch nicht am netz, aber schon 2x gebrannt. so sicher wie die rente, weiter gings dann über

kattwykbrücke
rethehubbrücke













immerhin beschert uns dieser hafen schöne bilder, das ich auch immer alles so negativ sehen muss. nach 3 stunden war ich dann auch tu hus, wen die nackten zahlen und daten interessieren, der schaut mal hier.
und wo wir schon bei hafenbilder sind. dubro hat bei unsern lauf am mittwoch auch geknipst:



die selberunde  unternahm ich einen tag später nochmal, irgendwie ins laufen gekommen, die 5er pace war wohl mit der grund für meine müdigkeit heute. den grundstein legte ich allerdings schon am dienstag. in einer meiner g+ laufcommuntiys ist gerade october challenge, 5k so schnell es geht, so viel versuche wie man will, die schnellsten 2 zählen. das war bis jetzt der beste, 19:31min, danach war ich stehend ko (as you see), nächste woche werd ich das nochmal angehen.

im eimer

aber flott













freitag bin ich übrigens das erste mal in meinen new balance minimus barfuss gelaufen. hatte meine socken zuhause vergessen und wollte mir in normalen keine blasen laufen. ist ein supergefühl, noch direkter. hab ich sonnabend und heute gleich wieder so gemacht, kann ich genau wie die schuhe sehr empfehlen!

Sonntag, 13. Oktober 2013

heide, stadt, 400k

am sonnabend haben mein alter kumpel Henning Heide (macht geile fotos, checkt den link) und ich es tatsächlich geschafft, wir waren zusammen traillaufen. im strömenden regen.
am start
so starteten wir in der fischbeker heide richtig hamburgs größten, den hasselbraack.
BAM! the man. the legend.











nach guten 40 minuten waren wir auch schon oben, dann gings an den abstieg über die südflanke und locker zurück zum auto, 16 sehr angenehme kilometer.
zufriedene gesichter trotz nass bis auf die knochen
nebenbei hab ich mein ursprüngliche ziel von 4.000k/2013 erreicht, welches ich aber vor 6 wochen schon auf 5.000 korrigiert hab. trotzdem geil und ich bin auch sehr zufrieden und ein bisschen stolz auf meine disziplin. die ich lustigerweise so konsequent nur beim laufen habe.
run boy run
heute wollte ich dann noch ne schöne runde mit suse machen, das klappte leider nicht. aber da das wetter echt traumhaft war, 12° und sonne bin ich alleine raus und hab ne geile stadtrunde gemacht, freihafen, hafen city, centrum, innen- & aussenalster, stadtpark mit planetarium, schanze, st. pauli, landungsbrücken, durch den alten elbtunnel und wieder nachhause, 33k in einer respektablen zeit, superschön wars.
urban running
 vielleicht sollte ich solche stadtläufe an den wochenenden für touristen anbieten, oder in der woche abends für gestreßte manager? gut sein kann aber, das wir im frühling einen running/laufen comm lauf drauß machen. 
hands up

Sonntag, 6. Oktober 2013

langsam ist schnell. oder. you know that i`m drivin

feiertag und brückentag, sensationell, sonst check ich das nie. und deshalb gleich viel vorgenommen. hab mir mutterns karre für 4 tage ausgeliehen, der plan: 2 der #projects16summits machen und den pfalz utratrail erlaufen, den ich mir durch glücklichen geldsegen (keine bange, ist schon wieder alles weg) doch leisten konnte. plan war, mir mittwoch abend noch hummus zu machen und vernünftig die sachen zu packen, aber leider war irgendwie alles so spät und ich so müde, also hummus gekauft und sachen gepackt wie üblich: 



und tatsächlich fehlte nix ausser ladegrät, schlafsack und die blackroll. also alles zu verschmerzen, sowohl in berlin (danke anna und alex) als auch in hettenleidenheim (danke regine) bekam ich ein spitzenmässig ausgestattetes gästezimmer. 
so, donnersmorgen, jetzt aber auch mal los. um 7.30h nach woldegk im tiefen osten mcpomms, treffpunkt bergstr. 11h mit +guido strauss vonna running/laufen comm, wieder ein virtuelles gesicht in ein analoges verwandeln! photoshop für draussen quasi. wie es sich gehört in den ort eingefahren und alle laternen voller npd plakate, ostdeutsche provinz wie aus einem antifa-propaganda video. 
dann gleichzeitig mit guido uund familie am treffpunkt angekommen, schnell begrüßungsfoto und los bei schönstem sonnenschein:



dann waren wir auch flott auf dem gipfel von 179,2 meter, nicht schlecht... guido hat sich dann noch schnell am geo-cache auf dem gipfel verewigt, wir noch 1,5 std durch die provinz gedacklet, ein teil auf einem sehr schönen altem bahndamm und dann war summit10 abgehackt. vielen dank guido, war super. also ich wieder in die karre und ab nach berlin richtung köpenick, der Große Müggelberg hatte ich heute noch auffem zettel, das erste mal 2 summits an einen tag. 13k noch durch das schöne gelände dort gelaufen, die dummen spaziergänger auf den asphaltwegen ausgelacht und richtig schöne und richtig leere trails durch das waldgebiet gelaufen. danke dem unbekannten blutenden mountanbiker für das foto.




nach 2 gipfeln und gut 500k am steuer dann ab zu meinem pennplatz und auch früh ins bett, nächsten tag war ruhetag. heisst 650k in die pfalz. puh, dafür das ich früher mal gerne auto gefahren bin....

abends um 6 dann in hertlingshausen angekommen, startunterlagen abgeholt und mit regine aussa comm getroffen, quasi eine alte bekannte, sie war schon auf der zugspitze und der wasserkuppe mit dabei. regine wollte morgen trotz leichter oberschenkelverletzung den 32k laufen, start 10.30h, mein 85.9k lauf startete um 6.30h. und da stand ich natürlich auch pünktlich am start, ohne kopflampe, ich dachte ne halbe stunde schnoor ich licht bei den anderen, hehe. war dann eher ne stunde, ging aber ganz gut, unangenehm nur, wenn ein licht direkt hinter mir war, weil ich dann in meinem eigenen schatten lief. und es regnete von anfang an, die ersten 4 stunden richtig. aber longsleeve und leichte regenjacke war ok, kalt wurde es selten.
ich hatte mir vorgenommen, moderat zu starten, um einbrüche wie beim allgäu ultra zu vermeiden, das klappte soweit auch sehr gut, lediglich von 65k - 75k litt ich ein wenig, aber ich machte dann gehend 3. mittagspause mit kartoffeln. am vorabend hatte ich mir 2 wraps mit hummes und gesalzenen kartoffeln vorbereitet, die ass ich bei ca. 30k und 50k, dazu alle stunde ein riegel und bei akkuten zuckerabfall ein gel mit koffein, das hat sehr gut geklappt, an den verpflegungstellen hielt ich entweder garnicht oder schüttetete schnell etwas iso und brühe in mich hinein. die überholenden während meiner esszeiten hab ich immer wieder gecatcht, eh hab ich durch mein moderates tempo ab bereits ca. 30k viele zu schnell startende läufer eingesammelt. so kam ich dann zusammen mit der 2. plazierten frau und zwei ü50 läufern nach 9.57.58 ans ziel, wieder knapp die 10 geknackt.




regine und ich schlitterten beide knapp am podest vorbei, jeweils altersklasse platz 4. ich bin allerdings hochzufrieden, merke: langsam ist schnell.
nächsten tag dann wieder 650k im auto, puh, hier auch noch eine neue erkenntnis. die letzen 100k im auto sind genauso zäh wie die letzten 10k beim ultra. nur langweiliger.
you know that i`m drivin`.

Freitag, 27. September 2013

gestern hab ich mich mit dubro am bahnhof getroffen. im balzac cafe, da gibts nämlich den macciato mit sojamilch. dubro ist IT berater, lebt mit seiner familie in bayern. dienstreise. und ausserdem ist er gründer von laufgeschenke.de . kennengelernt hab ich ihn durch die fabelhafte g+ community running / laufen. und irgendwann schrieb er mich an, ob ich  mir vorstellen könnte, das er mich sponsert. er sei sehr beeindruckt von meinen vielen kilometern, den nord-ostseelauf...
Start...
mit Alun in büsum
der die ersten 20k bis heide mitlief...

den hab ich nicht in dithmarschen erwartet

überstezen...

kurz vorm abbruch

aber suse und hanz
wollte ich nicht enttäuschen

schon wieder übersetzen

nu is nicht mehr weit...

done 105k, 13h inkl. pausen

und meinen #project16summits.

Bungsberg Schleswig-Holstein
Erbeskopf Rheinland Pfalz

Hasselbraack Hamburg

Feldberg Baden-Würtenberg
Zugspitze Bayern
Brocken Sachsen-Anhalt

Wurmberg Niedersachsen

Schneekopf Thüringen
(Großer Beerberg darf nicht betreten werden)



Wasserkuppe Hessen

















was für eine ungeahnte anerkennung. aber wie konnte das eigentlich passieren? und das ausgerechnet mir, ravebitch genegalaxo, nicht abgeneigt gegenüber dem nächte durchtanzen und einen gewissen hang zu partydrogen.
step back:
im herbst 2010, immerhin schon 40 lenze alt, fing ich mit thaiboxen an, organisiert von freuden aus meinem fussball und arbeitsumfeld.
der haken: alle 15-20 jahre jünger als ich, sicherlich auch keine kinder von traurigkeit, aber eben einfach noch fit. also fing ich an nebenbei zulaufen, kein problem, 7-8 km konnte ich sofort ohne probleme. und schnell gemerkt. cool, das macht spass, macht mich zufrieden und ausgeglichen. im gegensatz zu meinen hedonistischen wochenenden.
ich hatte mein talent entdeckt.
dann der frühling 2011, ich flog mit meiner freundin nach san fransisco, was für eine geile stadt. und dort gehen wir wandern in big sur und da kommt uns doch glatt so ein typ auf únserem abstieg entgegen. laufend!! uff. so ein spinner. oh, schau, da kommt noch einer, irgendwie ja auch ganz interessant... . zurück in hamburg habe ich mich dann erstmal auf meinen ersten halbmarathon vorbereitet und nebenbei übers trailrunning recherchiert, ohoh, das will ich auch!!

na, also den alstertallauf september 2011 in 1.52h ohne größere probleme beendet, das erste mal in den harburger bergen die hügel auf und ab gejoggt. und für den kiel marathon 2012 angemeldet. doch dann. knieprobleme, immer doller. das internet sagt runnersknee, die erste orthopädin verschreibt mir ne bandage, um die muskeln im knie zu stärken. was für ein witz, trotz speziellen dehnübungen keine besserung, ab 30k kann ich vor schmerzen nicht mehr laufen. also im januar 2012 zu einen anderem orthopäden, prof. dr. kabelka, empfohlen von einem befreundeten mma kämpfer. "der redet nicht mit dir, aber der weis, was er tut". persönliche widmungen von pete sampras, ivan lendl, klitschkos und anderen sportgrößen an der wand. "da gibt es keine muskeln" sagte er sofort. dann zack geröngt, anschließend mrt. meniskusriss. damit war der marathon gelaufen, ohje. aber dann 4 wochen später operiert (kurz vor der op sah ich den kabelka das erste mal gut gelaunt), tag danach gings schon los mit reha, alles wurde von der praxis organisiert und die assistenzärzte klärten mich dann auch auf, was weiter zu tun ist. 6 wochen später, mitte april 2012 lief ich meinen 2. halbmarathon, quasi ohne vorbereitung in 1.44h, vielen dank an die frau mit dem new york finisher t-shirt, die mich die letzten 5k gezogen hat. und die ich in 2013 an selber stelle wieder traf. 1.33h, platz 21.


in dem jahr dazwischen passierte allerdings richtig viel bei mir. der erste marathon im august 2012 in plön, relativ wellig, 3.35h, platz 2 ak M40. dann im oktober der brocken marathon, 1100 hm auf und ab. 3.58, wow. das war aber eigentlich nur der test, ob ich meinen inzwischen gewachsenen traum, den brocken challenge,

bestehen kann. der februar 2013 bewies. ich konnte. 10.21h, platz 52.dann noch im märz den trail petitballon (5.31h), platz 144
 


und den Allgäuer Panonrama Ultratrail im august 2013, 9.59.58h (sic!), platz 98

tja und da steh ich nun, schau zurück und wunder mich. 
bis die laufschuhe geschnürt sind....